Herkunft und Geschichte der Norwegischen Waldkatze
Die Norwegische Waldkatze zählt zu den Halblanghaarkatzen. Lange Zeit lebte diese Rasse von den Züchtern unbeobachtet halb wild in der Nähe der Bauernhöfe. Erst 1912 machte ein Kinderbuch "Solvaks Silberpelz" die Norwegische Waldkatze berühmt. Als Rassekatze mit Standarts wurde sie erst 1972 anerkannt. Seit je her verbindet man etwas Göttliches mit diesen Rassekatzen, denn der altnordische Mythos besagt eine enge Beziehung der Götter Odin und Freya zu diesen bezaubernden Tieren. Auch in den landestypischen Märchen wurde über Wesen berichtet, die den Norwegern optisch ähneln könnten, doch ob sie diese wirklich meinten, bleibt eben ein Geheimnis.
Optisches Erscheinungsbild/ Rassestandard
Auffällig ist das dichte und lange Fell des Norwegers. Vermutlich entstand es im Laufe der Evolution, als eine Art Anpassungsmechanismus. In den skandinavischen Ländern kommt es teilweise zu heftigen Witterungsverhältnissen mit Schnee, Minusgraden oder Bodenfrost. Zudem herrschen raue Winde und klimatische Extreme. Dadurch wurde die Norwegische Waldkatze zu dem, was sie heute ist - eine der größten Rassekatzen. Ihr Erscheinungsbild ist eine Mischung aus Kraft und Eleganz, welches durch ihr seidenes Oberfell vervollkommt wird. Das Unterfell fungiert als Winterfell und wärmt die Katze auch bei klirrender Kälte. Der mit buschigen Haaren besetzte Schwanz ist recht lang und reicht bis über den Rücken in den Nacken. Anders als gewöhnlich ist das Gesicht dieser Katze nicht rund, sondern ähnelt eher einem Dreieck, welches durch die, häufig mit luchsartigen Haarpinseln versehenen Ohren und die lange Nase geformt wird. Die wachsamen Augen der Norwegischen Waldkatze sind oval und recht groß. Der Knochenaufbau ist sehr robust und unüblicherweise sind die Hinterläufe höher angesetzt, als die Vorderbeine. Dies erhöht beispielsweise die Sprungkraft und Standfestigkeit. Zwischen den Zehen befinden sich Haarbüschel, durch die die Katze in ihrer natürlichen Umgebung über Schnee und Eis laufen kann. Die Farben und Musterungen des Norwegers variieren über braun, grau, schwarz, getigert oder einfarbig, doch meist mit weißen Handschuhen. Die Farbgebung wird teilweise auch von der Umgebung bestimmt, denn so befinden sich in den Wäldern Norwegens vermehrt Katzen mit Tigermusterung.
Charakter und Wesenszüge
Trotz der Herkunft aus den schroffen Wäldern Skandinaviens ist die "Norsk Skogkatt" eine sanftmütige und liebenswerte Hauskatze, die verspielt und anhänglich ihren Alltag vollbringt. Zu Gleichartigen ist sie gesellig und offen, wodurch kaum Probleme entstehen. Dennoch befindet sie sich, neben ihrem warmen Zuhause bei dem Menschen, gern in der Natur, denn sie besitzt die Fähigkeit, höher zu springen und besser zu klettern, als ihre verwandten Arten. Demnach ist ein gesicherter Auslauf bei dieser Rassekatze sehr wichtig, damit sie ihren Instinkten weiterhin nachgehen kann. Außerdem sollte man stets versuchen sie weiterhin zu fördern.
Krankheiten der Norwegischen Waldkatze
Da der Norweger nicht wie andere Arten durch Züchtungen entstanden ist,
sondern sich im Laufe der Evolution herausgebildet hat, kommen fast gar
keine Krankheiten zum Vorschein. Nach einer Tragzeit von etwa 63 Tagen
bringt eine Katze vier bis sechs kerngesunde Kätzchen auf die Welt,
welche schon als Jungtiere durchaus kraftvoll sind. Fehl -oder
Frühgeburten treten sehr selten auf.
Alles in allem ist diese
wunderschöne Rassekatze ein Prachtstück unter den Vierbeinern und jeder
Katzenliebhaber und vorallem Katzenkenner weiß, welche Freude er an
diesem Tier haben wird.
Preis einer Rassenkatze.
Rassekatzen sind teuer: 400 bis 1200 Euro, das ist die normale Tarifspanne. Für diesen Preis dürfen Sie aber aucherwarten, dass die Katze gesund, voll geimpft,
zutraulich, menschenbezogen und mit Papieren eines seriösen Vereins
ausgestattet ist. Bis eine Rassekatze bei Ihnen einziehen kann, entstehen dem Züchter aber jede Menge Kosten. Aufzuchtkosten für ein Jungtier: Deckgebühr (ca. 150.- bis 1000.- €) 400,00 euro; Bluttest der Mutterkatze 200,00 euro; Zwischensumme 600,00 euro; Durchschnittswurfgröße:4 Jungtiere Kosten pro Kitten 150,00 euro; Futter und Einstreu pro Kitten (4. bis 13. Lebenswoche) 150,00 euro; Stammbaum pro Kitten 15,00 euro; Impfungen: 2x Schnupfen, Seuche,Tollwut, ca. 25,00 euro; 80,00 euro; Entwurmung (3x) 10,00 € 30,00 euro; Gesundheits-Check und -Attest vom Tierarzt 50,00 euro; ca. Kosten, die dem Züchter pro Jungtier entstehen: 430-510 euro; In dieser Rechnung sind folgende Mehrkosten noch nicht enthalten: - Tierarztbesuche (Geburtskomplikationen, Krankheit), - weitere Impfungen z.B. Leukose, - Spezialfutter für die Mutterkatze (Trage- und Säugezeit), - Zeitungsinserate, - Ausstellungsbesuche für die Zuchtgenehmigung, - besondere Gesundheitstests, - spezielle Reinigungsmittel, - etc. Mit dieser Aufstellung wird klar, Katzenzucht ist (in seriösem, überschaubarem und tierlieben Rahmen) reine Liebhaberei - keine Verdienstmöglichkeit, sondern ein teures Hobby, das in schwierigen Zeiten große Löcher in die Haushaltskasse reißen kann. Die romantische Vorstellung - 6 Babys = guter Verdienst - sollte damit vom Tisch sein. Auch der Katzeninteressent sollte sich vor der Anschaffung einer Katze (dabei ist es unerheblich ob NWK oder andere Rasse) darüber klar werden, dass sein kleiner Liebling Geld kostet. Nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch der Unterhalt schlagen hier zu Buche. Und wenn man schon mal eine Norwegische Katze bei sich hat, dann bleibt es meist nicht bei einer. Das ist nur im Sinne ihres Hausgenossen, denn wenn Sie berufstätig sind, dann langweilt sich Ihr Stubentiger - Langeweile ist frustrierend und Frust kann in Aggression umschlagen. Mit einem Spielkameraden kommt die Frustration und Langeweile nicht auf - Ihr Katzenkind ist ausgeglichener.
Eine Katze zieht ein und das sollte man vorher klären:
1. Sind alle Familienmitglieder mit dem Einzug eines Kätzchens einverstanden?
2. Besteht bei keinem Familienmitglied eine Allergie auf Tierhaare?
3. Wer versorgt die Katze? Füttern, Wasser geben, die Schüsseln und Katzentoilette reinigen? Wer übernimmt die Fellpflege? Auch ein Norweger sollte ab und zu gebürstet werden.
4. Wer versorgt die Katze, wenn Sie im Urlaub sind? Oder können Sie Ihre Katze mitnehmen?
5. Wie sieht es mit den laufenden Kosten aus? Tierarzt, Wurmkur, Impfungen, Futter, Streu, Spielzeug?
6. Bevor ein Kätzchen zu Ihnen ins Haus kommt, sollte ein Kratzbaum, Futternäpfe und eine Katzentoilette angeschafft werden, ebenfalls eine Bürste und etwas Spielzeug.
7. Bedenken Sie bitte, dass eine Katze durchaus 15 Jahre alt werden kann und täglich Pflege und Streicheleinheiten benötigt, damit sie sich wohl fühlt.
8. Wenn alle nötigen Überlegungen gemacht worden sind, kann Ihr neues Familienmitglied bei Ihnen einziehen.
Nachdem Sie sich nun gut vorbereitet haben, ein Kratzbaum, eine Katzentoilette, eine Bürste oder Kamm, etwas Spielzeug und Futternäpfe parat stehen, kann es losgehen: Sie holen Ihr Kätzchen mit einer sicheren Transportbox vom Züchter ab oder lassen sich das Tier vom Züchter bringen, damit dieser ihr Zuhause auch kennen lernen kann.
Zuhause angekommen, setzen Sie den kleinen Troll zunächst in die Katzentoilette und lassen ihn von dort aus die neue Wohnung erkunden. Normalerweise lebt sich Ihr Kätzchen innerhalb von 4 Tagen ein. In dieser Zeit kann es sein, dass der Tiger nicht so viel frisst. Am besten wird das bekannte Futter vom Züchter verfüttert. Von nun an sollten Sie sich jeden Tag Zeit zum Spielen, Schmusen und Kuscheln nehmen. Kleine Katzen spielen und toben sehr gerne und schlafen viel; bitte nicht aus dem Schlaf wecken, sondern warten, bis sie von alleine aufwachen. Dann wird sich Ihr Kätzchen wunderbar entwickeln. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.






